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Bäume und Sträucher östlicher Mittelmeerländer zur Bronzezeit

(in alpabetischer Reihenfolge der deutschen Benennungen)
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Benennung
deutsch
1 lateinisch
2 hebräisch
Eigenschaften Verbreitung Nutzung Literatur
Akazie
(nicht verwechseln 
mit Robinie)
1 Acacia ssp.
2 schittah
Höhe 5-8 m;
Dicker Stamm;
gelbliche Blüten,
scharfe Dornen
Oasen; Jordan-Zuflüsse; Totes Meer; unteres Galiläa; Südsteppe; Südosten des Sinai. Holz für jüdische religiöse Objekte (Bundeslade, Altar, Erscheinungszelt). Wikipedia, Pflanzen in der Bibel; 
Glossar Pflanzen in der Torah
Katrin Biallas: Sinai-Bedouin.com.
- Schirmakazie
 
1 Acacia raddiana       Pflanzen in der Bibel (s.o.)
- Nil-Akazie, 
Gummi Arabi-
cum Baum,
Ägyptischer 
Schotendorn
Acacia nilotica 5-20 m hoher Baum Herkunft aus Südafrika Verwendung als Arzneipflanze. http://de.hortipedia.com/wiki/
Acacia_nilotica;
http://en.wikipedia.org/wiki/
Acacia_nilotica
Amberbaum / Orientalischer 
Amberbaum
1 Liquidambar orientalis
2 chelbanah
Höhe 12-20 m (max. 40 m); lt. Glossar 6-10 m).. Berg Karmel; Gilead; Libanon; südliches Kleinasien (Syrien). Harz für Salböl Pflanzen in der Torah (s.o.);
Wikipedia, Amberbäume
Balsambaum / Jerichobalsam-
baum
1 Balanites aegyptica   Oasen   Pflanzen in der Bibel (s.o.)
Banbaum
 
1 Moringa   Oasen   Pflanzen in der Bibel (s.o.)
Eiche 2 elon more Höhe bis 20 m   Ort für Anbetung oder Begräbnis; Holz für Hausbau, Schiffbau, landwirtschaftliche Geräte. Pflanzen in der Torah (s.o.); 
Bibel 1 Mose 35,8.
- Eiche
gewöhnliche 
Eiche
1 Quercus calliprinos
2 elone mamre
Eichen können über 1000 Jahre alt werden. Nordwestlich von Hebron   Pflanzen in der Bibel (s.o.); 
Pflanzen in der Torah (s.o.).
- Eiche / Tabor-Eiche     Scharon-Ebene, Hule-Tal   Pflanzen in der Bibel (s.o.)
Benennung deutsch ~ latein./hebräisch Eigenschaften Verbreitung Nutzung Literatur
Esche
 
 1 Fraxinus        
Feige (Familie der Maulbeer-
bäume)
1 Ficus carica
2 teenah
Höhe 3-5 m Eine der ältesten Kulturpflanzen der Menschheit.   Pflanzen in der Bibel (s.o.); 
Pflanzen in der Torah (s.o.).
- Sykomore
(Eselsfeige, Maulbeerfeige)
1 Ficus sycomorus Charakteristisch: Zusammensitzen von Früchten am Stamm oder an den Ästen. Ab der ägyptischen Urgeschichte bekannt. Spielte große Rolle im altägyptischen Glauben (Symbol und Sitz von  Himmelsgöttinen). Einer der wichtigsten Holzlieferanten im Alten Ägypten. http://www.mentuhotep.de/
totentempel/garten ... (Stand         vom 7.6.2009).
Johannisbrot-
baum
1 Ceratonia siliqua       Pflanzen in der Bibel (s.o.)
Kaper 1 Capparis spinosa   In trockener Umgebung. Gesamtgebiet der Mittelmeerländer;  Oasen im Südosten des Sinai. Kochzutat, Heilmittel, Aphrodisiakum. Wikipedia, Kaper (mit Fotos); 
Katrin Biallas: Sinai-Bedouin.com.
Kiefer
Aleppo-Kiefer
1 Pinus halepensis   Karmelgebirge   Pflanzen in der Bibel (s.o.)
Mandelbaum 2 schaked Höhe bis 6 m. Blüht als erster Baum vor Winterende. Wenig Wasserverbrauch; trägt auch in Trockenjahren.  In den meisten Mittelmeerländern. Delikatesse. Gewinnen
von Öl aus den Kernen.
Pflanzen in der Torah (s.o., 
mit auffälligem Foto).
Benennung deutsch  latein./hebräisch Eigenschaften  Verbreitung Nutzung  Literatur 
Mangrove 1 Avicennia marina Baum od..Strauch;.
Höhe 5-8 m, im Optimum bis 20 m.
Fast 70 Arten.
Meeresküsten; brackige Flußmündungen; 
Südspitze Sinai (jetziger Naturpark Ras Mohammed).
Brennholz, Holzkohle, Gerbstoffe.
Mangrovenwälder gehören zu den produktivsten Ökosystemen der Erde (Küstenerosionsschutz).
Wikipedia, Mangrove (Ökosystem); 
Katrin Biallas: Sinai-Bedouin.com;
Myrrhe (Familie 
der Balsambaum-
gewächse)
1 Commiphora abbisinica, C. myrrha.
2 more (umstritten).
Srauch (dorniger Busch);
Rötliches duftendes Harz.
Nordäthiopien, Südarabien. Harz für "Heilige Öle"; Schönheitsmittel; Tempelduftstoffe; Einbalsamierung von Toten. Wertvollstes bekanntes Harz, wichtiges Handelsgut der Antike. Pflanzen in der Bibel (s.o.); 
Pflanzen in der Torah (s.o.).
Myrte 2 hadas Strauch;Höhe 4-5 m. Immergrün und wohlriechend. Mittelmeerländer. Unsterblichkeitssymbol; Heilpflanze bei Krankheiten. Pflanzen in der Torah (s.o.).
Olivenbaum
Ölbaum
1 Olea europaea
2 sajit
Höhe 5-8 m. Stammumfang 
bis 1 m.
Südliche Länder der Welt. Lampenöl; Lösungsmittel 
für Gewürze; Duft- und Aromastoffe; Behandlung offener Wunden.
Pflanzen in der Bibel (s.o.); 
Pflanzen in der Torah (s.o.);
Bibel 5. Mose 8,8;
Palme          
- Dattelpalme 
(Echte Dattel-
palme)
1 Phoenix dactylifera
2 tamar
Höhe 15-20 m Alte Kulturpflanze      aus dem Orient, bezeugt durch mesopot. Archivdokumente. Verbreitet in Oasen des Negev und in südöstlichen Tälern des Sinai sowie in vielen nah- und fernöstlichen Ländern der Gegenwart. Nutzungszeit in Gärten 80-100 Jahre, bei hohem Verbrauch an Wasser.
Dicke Stämme dienen als Baumaterial.
Pflanzen in der Bibel (s.o.); 
Pflanzen in der Torah (s.o.); 
Bibel 3 Mose 23,40; 
Katrin Biallas: Sinai-Bedouin.com;.
Wikipedia, Echte Dattel-
palme, Stand 22.12.2011.
- Doumpalme Hyphaene (wissenschaftlicher Name).   Trockene Gebiete von Afrika; beiderseitige Küsten des Roten Meeres; Westküste Indiens Vielfach genutztes Holz, auch Brennmaterial. Wikipedia, Doumpalmen, 
Stand vom 30.1.2011.
- Fächerpalme
(Dumpalme)
1 Hyphaene dichotoma Höhe über 15 m. Stark verdrehte Fächerblätter. Afrikanische Gattung.
Sehr verbreitet in Ostafrika (Steppen und Halbwüsten)
Besonders hartes Holz.
Lange zum Herstellen  von Möbeln verwendet.
http://www.safari-afrika.de/
html/body_dumpalme.de
- Medemia
  argun
1 Medemia Mittelgroße unbewehrte Fächerpalme. Beheimatet im Süden Ägyptens und im Nordosten des Sudan.Wächst in Wüstenoasen und Wadis. Funde fossiler Früchte in 3500 Jahre alten ägypt. Gräbern. Wikipedia, Medemia argun, 
Stand vom 9.2.2011.
Benennung 
deutsch
~ latein. / hebräisch Eigenschaften Verbreitung Nutzung Literatur
Pappel / Euphrat-Pappel 1 Populus euphratica (Strauch)     Pflanzen in der Bibel (s.o.).
Pinie
(Familie der Zedernholz-
gewächse)
2 gopher  (umstritten, vgl. "Zypresse").   Gilead, Edom, Galiläa, judäische Berge. Bauholz (vgl. die an Noah gerichtete Aufforderung im AT: "Mach dir eine Arche aus Zypressenholz" ). Bibel 1 Mose 6.14 (gopher 
mit "Zypresse" übersetzt);
Pflanzen in der Torah (s.o.)
Pistazie / Atlantische Pistazie / Terebinthe 1
Pistacia atlantica
Baum oder Strauch;
Höhe 4-7 m, selten 20 m; sommergrün.
Östliches Mittelmeergebiet u. Nordafrika. Verschiedene Arten  in Asien, Guatemala, Nordamerka.   Wikipedia, Atlantische Pistazie; 
Wikipedia, Pistazien (Fotos).
Platane / Morgenländische Platane 1 Platanus orientalis
2 armon
Höhe bis 20 m,
3 m dick.
Feuchtgebiete,
Uferwälder
  Pflanzen in der Bibel (s.o.); 
Pflanzen in der Torah (s.o.);
Bibel 1 Mose 30,37
Tamariske 1Tamarix spp.
2 eschel 
Baum od. Strauch;
Höhe bis 10 m, selten 15 m. Immergrüne Schuppenblätter, häufig Laub abwerfend, tief wurzelnd.
55-90 Arten.
Salzhalt. Wüstengegenden, Uferwälder; 
Mittelmeerraum, Nordchina, Pakistan, Nordostafrika.
Küstenwindschutz, Gerbsäure. Pflanzen in der Torah (s.o.); 
Pflanzen in der Bibel (s.o.).
Terebinthe / Terpentin-
pistazie 
(Gattung der Pistazien)
1 Pistacia terebinthus
2 ela ;
niederländisch: terpentijnboom
Höhe bis 10 m, harzreich. Im ganzen Mittelmeergebiet häufiges Vorkommen. Vermutlich ältester  Terpentinlieferant der Geschichte. Diente auch als Orientierungszeichen in der Landschaft. Wiktionary, Terebinthe 
(Foto);
Pflanzen in der Torah (s.o.);

Rienecker, Maier: Lexikon 
zur Bibel, 2010, S.1577-1578.
Benennung deutsch latein./ hebräisch  Eigenschaften Verbreitung Nutzung  Literatur
Wacholder
 
1 Juniperus exelsa       Pflanzen in der Bibel (s.o.).
Weide 1 Salix alba, Salix acmophylla   Uferwälder   Pflanzen in der Bibel (s.o.).
Weißer Ginster 1 Retama raetam   Sandwüsten, Wüste Negev; Südosten des Sinai ("Ginster"). Holzkohle Pflanzen in der Bibel (s.o.).
Katrin Biallas: Sinai-Bedouin.com 
(kein Hinweis auf Holzkohle).
Weißer 
Saksaul /
Saksaul oder Saxaul
1 Haloxylon persicum Baum od.Strauch,
Baumhöhe bis 5 m, Strauch 2 bis 4 m. Gesellig wachsend im Flugsand.
Vorderer und Mittlerer Orient inkl. Ägypten; Zentralasien, Mongolei, Afghanistan, Pakistan,  China. Wichtige Nutzpflanze für Nomaden. Das schwere und dicke Holz verbrennt langsam und dient daher viel als Brennmaterial. Über eine Verschwelung zu Holzkohle fehlen Informationen. Internet: http://www.goruma.
de/Laender/Asien/Mongolei/
Wissenswerte/index.html.
Stand vom 1.9.2011
Wüstendattel
/ Zachunbaum
1 Balanites aegyptica 
(Familie der Jochblattgewächse)
Kleiner Baum bis 
10 m Höhe.
Stammdurchmesser 30 cm. Wächst bis in Höhenlagen von 1600 m. 
Typisch für  sudanesisch-zambesischen Savannengürtel. Gedeiht in semiariden bis ariden Gebieten.Vorkommen auch in Israel und Jordanien. Hartes und dauerhaftes Holz. Gutes Feuerholz.
Gilt als magischer Baum, der nicht gefällt werden darf.
Wikipedia, Wüstendattel, 
Stand vom 30.11.2011
Zeder / Libanon-Zeder (Familie der Kiefern) 1 Cedrus libani
2 eres
Höhe bis 40 m. Als junger Baum fast pyramidenförmig, später schirmartig mit überhängender Spitze. Libanon, Mittelmeerraum, westlicher Himalaja. Symbol der Stärke und Schönheit. Dient häufig als Bauholz.  Pflanzen in der Bibel (s.o.); 
Pflanzen in der Torah (s.o.).
Zypresse 2 gopher (umstritten, vgl. Pinie) Immergrün, mit  schuppenartigen kleinen Blättern und rötlich-gelbem hartem Holz Gilead, Edom, Galiläa, Libanon (Hermon-Gebirge).  Wertvolles Bauholz, besonders geschätzt wegen Dauerhaftigkeit. Pflanzen in der Torah (s.o.).
Rienecker, Maier: Lexikon 
zur Bibel, 2010, S.1792.

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Erzeugen von Holzkohle

Zur Verwendung der aufgeführten Bäume und Sträucher für das Erzeugen von Holzkohle finden sich in der ausgewerteten Literatur nur sehr wenig Hinweise (in der obigen Tabelle betrifft das Mangrove und Weißen Ginster, vermutlich auch Wüstendattel und Weißen Saksaul). Es ist jedoch anzunehmen, daß noch viele weitere der oben genannten Bäume und Sträucher als Kohlholz genutzt wurden, besonders um an den verschiedenen Standorten der Erzverarbeitung die zum Verhütten von Kupfer- und Eisenerzen notwendige Holzkohle zu produzieren (vgl. Teil I Kapitel 4 dieser Studie). 

Erläuterungen
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Hule-Tal  (Chula-Ebene) (siehe Eiche / Tabor-Eiche)
Nördlichste Ebene Israels, in Grenznähe zum Libanon und zu den Golanhöhen. Länge etwa 25 Kilometer, maximale Breite knapp 10 Kilometer. Im Norden des Tales fließen die an den Hängen des Hermon entspringenden Quellflüsse Banyas, Dan und Hasbani zusammen und bilden den Jordan, welcher das Hule-Tal am südlichen Ende wieder verläßt und zum See Genezareth weiter fließt.
Scharon-Ebene (siehe Eiche / Tabor-Eiche)
Die Scharonebene ( hebräisch "Emeq Scharon",eigentlich "Scharontal" ) ist eine Ebene an der israelischen Mittelmeerküste . Sie erstreckt sich in Nord-Süd-Richtung von den südlichen Ausläufern des Karmelgebirges über 50 Kilometer entlang des Mittelmeers bis zum Fluss Yarkon. Mit einer durchschnittlichen Breite von 15 Kilometern reicht sie im Osten bis an die Berge von Samaria . Bekanntester Küstenort im Bereich der Scharon-Ebene ist die Stadt Tel Aviv .
[http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Sharonebene.html. Stand vom 15.03.2011]
Torah  (siehe Akazie)
Die Torah (auch Tora,Thora; hebr. „Weisung“, „Belehrung“, „Gebot“ von jarah = „unterweisen“) ist der erste Teil des Tanach, der hebräischen Bibel. Sie besteht aus fünf Büchern.  Im Christentum sind dies die „fünf Bücher Mose“, der sog. Pentateuch (von griechisch penta, deutsch „fünf").
[vgl. Wikipedia, Tora, Stand vom 15.3.2011]


 
Pflanzengesellschaften 
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Je nach Art der Landschaft, des Klimas, des Erdbodens, des Wasserhaushalts und ggf. weiterer Faktoren existieren in der Natur spezifische Gruppierungen von Bäumen, Sträuchern und bodennahen Pflanzen, die als Pflanzengesellschaften bezeichnet werden. In der nachstehenden Liste sind für das bronzezeitliche Territorium Palästinas kennzeichnende Pflanzengesellschaften aufgeführt.

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Pflanzengesellschaften im palästinensischen Raum
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Eichenwälder
Eichenwälder sind sehr widerstandsfähig gegen Feuer, Beweidung und Holzentnahme. Es gibt regional unterschiedliche Formen des Eichenwaldes. Im nördlichen Galiläa findet man neben der gewöhnlichen Eiche (Quercus calliprinos) die Atlantische Pistazie (Pistacia atlantica), den Lorbeer (Laurus nobilis) und den Johannisbrotbaum (Ceratonia siliqua).
In der Scharon-Ebene und im Hule-Tal herrschen die Tabor-Eiche, die atlantische Terebinthe (Pistacia atlantica) und der Styrax (Styrax officinalis) vor.
Auf dem Karmel wird die überwiegend vorhandene Aleppo-Kiefer (Pinus halepensis) von verschiedenen Arten von Eichen begleitet. Von diesem in der Bronze- und frühen Eisenzeit häufig vorzufindenden Wald  existieren jetzt nur noch kleine Reste. 
Feuchtgebiete
Sümpfe und Flüsse sind auf die Küstenebene und das Jordantal beschränkt. Hier findet man typische Uferpflanzen wie Schilf (Phragmites australis), Papyrus (Cyperus papyrus), stachlige Binse (Juncus acutus), Oleander (Nerium oleander). Daneben gibt es Uferwälder aus Weiden (Salix spp.), Platanen (Platanus orientalis) und Tamarisken (Tamarix spp.).
Strauchsavannen
In vom Menschen entwaldeten Gebieten siedelte sich eine Strauchvegetation an. Ihr Hauptvertreter ist der Dornige Burnet (Dornige Bibernelle, Sarcopoterium spinosum). 
Steppen
Je nach Bodenart findet man in den Steppen häufig Weißen Wermut (Artemisia herba-alba), Schafgarbe (Achillea santolina), den Zwergstrauch Schwarzer Hammada (Hammada scoparia), verschiedene andere Straucharten und niedrige Tamarisken.
Sandwüsten
Im Negev wachsen auf den Dünen der einsamige Wermut (Artemisia monosperma), der weiße Ginster (Retama raetam) und verschiedene ausdauernde Gräser.
Oasen
An den Mündungen der Jordanzuflüsse in Judäa und am Toten Meer gibt es eine Vielzahl tropischer Baumarten. Dazu gehören die Akazie (Acacia ssp.), der Banbaum (Moringa) und der Jerichobalsambaum (Balanites aegyptica). Außerdem findet man hier Kleinsträucher und Stauden wie Lavendel (Lavandula), Kassie (Cassia) und Eibisch (Hibiscus).
vgl. Wikipedia, Pflanzen in der Bibel, Stand vom 15.1.2011

Weitere Informationen  zu Baumbeständen
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Zum Baumbestand Palästinas im 19. Jahrhundert u. Z.

Die Gebirge von Samaria sind bis zum Gipfel mit Wald bedeckt. Die Abhänge der zum Karmel auslaufenden Ketten zeigen kräftige Mischwälder von Eichen und Buchen. Dieser Charakter steigert sich noch in Galiläa.

Die Bewaldung des Libanon, zwar zu einem großen Teil vernichtet, zeigt auf der Westseite immerhin über einer bis 500 m hochreichenden immergrünen Region einen Gürtel von niedrigen Eichen, dem bis über 1000 m Höhe Kiefernwald und noch weiter hinauf Bestände von Zypressen (Cypressus horizontalis) folgen, nebst Überresten der Libanon-Zeder (Cedrus libani). Die nördlichen Terassen des Libanon tragen den Maulbeerbaum (Morus alba). In den geschützten Tälern gedeihen Dattelpalmen, Feigen, Ölbäume, Pistazien, Johannisbrotbäume und Walnußbäume.

Die Bergbäche des Jordan sind umsäumt von Oleanderbüschen, während im Tal Rhizinusstauden und Papyrusgräser wachsen. An den höheren Bergabhängen stehen Wacholder, Zypressen, Lebensbäume, Fichten, Ahorn, Erlen, Platanen, Pappeln und Trauerweiden, an den tiferen Hängen Akazien.

Meyers Konversationslexikon Band 13, Fünfte Auflage, Leipzig und Wien 1896, S. 427 (Artikel Palästina) 
________________________

Die Vegetation des Küstenstreifens ist typische Mittelmeerflora mit Pinien und Ölbäumen als Charakeristikum. Das Ghor (Jordantal zwischen dem See Genezareth und dem Toten Meer) besitzt eine subtropische Flora.  Generell wachsen im Norden und Osten von Palästina die Knoppereichen und südlich vom Karmel die Steineichen.
Terebinthen (Pistazienbäume)  und Johannisbrotbäume wachsen überall. Tamarisken und Pappeln sind im unteren Jordantal anzutreffen. Zedern und Zypressen sind selten geworden. 

Weit verbreitet sind Ölbäume (auch außerhalb des Küstenstreifens), Feigenbäume (inklusive der zur gleichen Familie gehörenden Maulbeerbäume) und Weinstöcke. Dattelpalmen wachsen vor allem im Süden Palästinas sowie als Wildwuchs am Toten Meer. In den ausgedehnten Baumgärten von Jaffa (jetzt Teil von Tel Aviv) gedeihen Apfelsinen, Zitronen, Pfirsiche, Mandeln und andere Früchte in üppiger Fülle.
Östlich vom Libanon und vom Gebirge Juda beginnt die orientalische Steppenvegetation.mit viel Dorngesträuch und geringem Baumbewuchs.

Meyers Konversationslexikon Band 12, Vierte Auflage, Leipzig und Wien 1885-1892, (Artikel Palästina)

Zum Baumbestand der syrischen Mittelmeerküste im 19. Jahrhundert u.Z.

Die syrische Küstenlandschaft zeigt das typische Gepräge der Mittelmeerflora mit Ölbaum, Lorbeer, Oleander und Eichen, neben denen Dornsträucher, Tamarinden und Mimosen vorkommen. Auch die Sykomore (Ficus Sycomorus, Eselsfeige) und die Dattelpalme gedeihen hier.
Auf der Westseite des Libanon folgt auf eine immergrüne Region in einer Höhe von 500 m eine mächtige Waldregion, zu unterst ein Gürtel von Eichensträuchern, dem dann bis zur Höhe von 1300 m Kiefernwald (Pinus halepensis, Aleppo-Kiefer) und darüber hinaus Bestände von Zypressen (Cypressus horizontalis) und Überreste der Libanon-Zeder folgen.

Meyers Konversationslexikon Band 16, Fünfte Auflage, Leipzig und Wien 1887, S. 624 (Artikel Syrien) 
Bäume und Sträucher auf dem Sinai

Genannt werden: Palme, Akazie,Ginster (retama reatam), Weißer Saksaul, Kaper, Tamariske, Mangrove.
        Katrin Biallas: Sinai-Bedouin.com / Biologie /Pflanzen

Einzelne Sachverhaltsinformationen

Land der Eichenwälder
Das Land zwischen Mittelmeer und Jordan, vom Negev im Süden bis zum Libanon im Norden, war zwar zur Hälfte Wüste, doch die andere Hälfte, "das gelobte Land, in dem Milch und Honig fließen", war ein Waldland.
...
Das Bergland Judäas, Israels und Galiläas war mit Eichenwäldern bedeckt, ebenso die Küstenebene. Die natürlichen Waldgesellschaften waren damals dieselben wie heute, wenn auch jetzt nur noch zur Macchia degradierte Reste vorhanden sind. 

G.Sperber: Bäume in der Bibel. Eine ökologische Un-Heilsgeschichte von Bäumen, Wald, Natur, deren Zerstörung und den gnadenlosen Folgen. - Forstw. Cbl. 113 (1994), 12-34. - 1994 Verlag Paul Parey, Hamburg und Berlin
Landkarte zur Alten Kupfergewinnung im Gebiet von Fenan (Weisgerber, siehe unten, S. 77)

Calcolithic mining and metallurgy: The ore was mainly exported to villages and urban centres  (S.81)

 Iron Age metallurgy: Charcoal came from Retama raetam and Haloxylon persicum (= Weißer Ginster und Weißer Saksaul).  (S.85)

Roman metallurgy: Strong logistic support would have been necessary to provide the fuel, which consisted of Retama raetam, Haloxylon persicum, Accacia spp and Phoenix dactylifera (zitiert aus Engel and Frey 1996, p.32)     (S.86-87)

All of the ores were transported to Feinan and smelted at just one location, even ores from over 40 km distance.

Mining and metallurgy in the Mamluck period: Fuelwas provided by the same trees as in the Bronze Age (Engel and Frey 1996, p.32)

Spatial Organisation of Mining and Smelting at Feinan, Jordan: Mining Archaeology Beyond the History of Technology / G. Weisgerber. - In: Mining and Metal Production Through the Ages. - The British Museum Press, 2003, S.76-89 (Manuscript 1995)
Literaturhinweise

# Conrad, H.G. and Rothenberg, B. (ed.), 1980,  Antikes Kupfer im Timna-Tal. 4000 Jahre Bergbau und Verhüttung in der Araba. Bochum
# Engel, T., 1993, Charcoal remains from an Iron Age copper smelting slag heap at Feinan, Wadi Araba (Jordan), Vegetation History and 
Archaeobotany 2, pp. 205-11
# Engel, T. and Frey, W., 1996, Fuel ressurces for copper smelting in antiquity in selected woodlands in the Edom Highlands to the Wadi Arabah/Jordan, Flora 191, pp.29-39
# Geerlings, W., 1985, Zum biblischen und historischen Hintergrund der Bergwerke von Fenan in Jordanien, Der Anschnitt 37, pp. 158-62
# Hauptmann, A., Lutz, J., Pernicka, E. and Yalcin, Ü., 1993, Zur Technologie der frühesten Kupferverhüttung im Vorderen Orient, in Frangipane et al. 1993, pp. 541-72
# Juleff, G., 1998, Early Iron and Steel in Sri Lanka. Materialien zur Allgemeinen und Vergleichenden Archäologie 54. Mainz
# Naijar, G., Dayya, M., Suleiman, A., Weisgerber, G. and Hauptmann, A., 1990, Tell Wadi Feinan. The first Pottery Neolithic Tell in the South of Jordan, Annual of Department of Antiqities of Jordan 34, pp. 27-56
# Rothenberg, B., 1973, Timna. Das Tal der biblischen Kupferminen. Bergisch Gladbach
# Tylecote, R.F., 1974, Can copper be smelted in a crucible? Journal of Historical Metallurgy Society 8, p. 54
# Weisgerber, G., 1976, Altägyptischer Bergbau auf der Sinai-Halbinsel. die Technikgeschichte als Vorbild moderner Technik 2, pp. 27-43
 


Zusammengestellt und bearbeitet: E.Gering, August 2012
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