Großlandschaften und ausgewählte kleinere Landschaftsgebiete im Vorderen Orient zur Bronzezeit
Geographische Lage, Historische Bewaldung, Historische Montanwirtschaft   Stand  04.05. 2012

 


Aufgeführte Landschaften
INr 
Territorium
Landschaft
1
Vorderasien bis Südostafrika
Großer Afrikanischer Grabenbruch
2
Armenien
Sewansee
3
Armenien
Armenisches Hochland
4
Kleinasien / Armenien
Berg Ararat
5
Östliches Kleinasien
Vansee
6.1
Libanon (Land) / Syrien / Palästina
Berg Hermon
6.2
Libanon (Land) /Syrien
Hermongebirge
7
Libanon (Land) / Syrien
Libanongebirge
8
Libanon (Land) / Syrien
Bekaa-Ebene
9
Libanon (Land) / Syrien
Anti-Libanon (Gebirge)
10
Syrien
Nuhasse
11
Palästina (Israel) 
See Genezareth
12
Palästina (Israel) / Jordanien
Jordangraben
13
Palästina (Israel) / Jordanien
Totes Meer
14
Palästina (Israel) / Jordanien
Siddimtal
15
Palästina (Israel) / Jordanien
Wadi al-Araba
16
Palästina (Israel)
Negev
17
Nordost-Ägypten
Sinai (Halbinsel)
18
Nord-Ägypten
Nil-Delta
19
Nord-Ägypten
Libysche Wüste (Oasen)

 
Erläuterungen
Sachwort Definition
INr. (Identifizierungsnummer) Fortlaufende Nummer zum eindeutigen Kennzeichnen einer Landschaft im Rahmen der vorliegenden Zusammenstellung.
Territorium Geographisches Gebiet, zu welchem die Landschaft gehört (Land, Teil eines Landes, Ländergruppe, Seegebiet).
Landschaft Teil der Erdoberfläche, der nach seinem äußeren Erscheinungsbild und durch Zusammenwirken von Relief, Klima, Wasser, Tier- und Pflanzenwelt sowie von menschlicher Betätigung eine charkteristische räumliche Einheit unterschiedlicher Größe bildet./1/
  /1/ siehe Definition von Landschaft in:  BI Universal-Lexikon Band 3, Bibliographisches Institut Leipzig, 1986, S.262)
Großlandschaft Geographisches Gebiet, in welchem mehrere benachbarte Landschaften (Definition wie oben) nach übergreifenden gemeinsamen Merkmalen zu einer Einheit zusammengefaßt sind oder welches neben einheitlichen Merkmalen auch eine  besonders große flächenmäßige Ausdehnung hat.
Beispiele: 
Libanesisch-syrisches "Hermongebirge" - Großlandschaft mit der besonderen Landschaft "Berg Hermon";
"Großer Afrikanischer Grabenbruch" - Großlandschaft in Gestalt einer zusammenhängenden, Festland und Meer durchquerenden tiefen Bodensenke im vorderasiatisch-ostafrikanischen Territorium.
  Die einzelnen Landschaften bzw. Großlandschaften sind in der Zusammenstellung weitgehend nach der Nord-Süd-Folge ihrer Territorien angeordnet. Eine Besonderheit ist der "Große Afrikanische Grabenbruch", dessen Territorium sich über das genze Nord-Süd-Gebiet erstreckt. Beim Aufzählen mehrerer Landschaften innerhalb eines Territoriums wurde keine spezielle Reihenfolge verwendet.
Auswahlprinzip Die Landschaften bzw. Großlandschaften wurden nach ihrer Zugehörigkeit zum Küstengebiet der Levante (Vorderer Orient) einschließlich des östlichen Teils von Kleinasien und des nördlichen Teils von Ägypten ausgewählt. Bei der Auswahl wurde keine Vollständigkeit angestrebt. Im Vordergrund stand für die Auswahl das Aufzeigen von solchen Landschaften und Großlandschaften, die in der Bronzezeit potentielle bzw. tatsächliche Bedeutung für montanwirtschaftliche Prozesse (Erzbergbau, Holzkohlengewinnung, Erzverhüttung, Metallbearbeitung und Metallverarbeitung) besaßen.
Zielstellung Hauptzielstellungen  für das Analysieren ausgewählter Landschaften im Vorderen Orient sind das Registrieren von Ressourcen der Erzgewinnung und das Feststellen von Gebieten mit größeren Waldflächen als Holzressourcen für das Erzeugen von Holzkohle. Weiteres Ziel ist das Gewinnen von Angaben zum Stand der Metallgewinnung und -verarbeitung in den verschiedenen Landschaftsgebieten.



INr.
Territorium Landschaft  
1
Nordöstliches Vorderasien bis südöstliches Afrika Großer Afrikanischer Grabenbruch. Synonyme: Great Rift Valley; East African Rift System.
1 Geographische Beschreibung
Der Terminus "Grabenbruch" bezieht sich auf einen Bruch in der Erdkruste, welcher durch gegenläufiges horizontales Verschieben zweier unmittelbar benachbarter Kontinentalplatten entsteht oder vergrößert wird (Spannungsbruch), bis es zu einer Bruchzone in Form einer grabenförmigen Öffnung der Erdoberfläche kommt. 
Die Bruchzone zwischen der Afrikanischen Kontinentalplatte im Westen und der Arbischen Kontinentalplatte im Osten wird als  Großer Afrikanischer Grabenbruch (Great Rift Valley) bezeichnet. In seiner Gesamtausdehnung zieht sich dieser Grabenbruch ausgehend vom Südosten Kleinasiens  durch Syrien, Libanon und Jordanien nach Süden, bildet im Wadi al-Araba die Grenze zwischen Israel und Palästina und führt auf dem Meeresboden des Golfs von Aqaba und des Roten Meeres nach Ost-Afrika, wo er mit Bruchteilen anderer Kontinentalplatten zusammentrifft und  als Ostafrikanischer Graben seinen Weg in südlicher Richtung bis nach Mozambiqe in Südost-Afrika fortsetzt.  /1/ 
Insgesamt ist der Große Afrikanische Grabenbruch rund 6000 km lang. Seine Breite liegt zwischen 30 und 100 km, die Tiefe des Grabens reicht von wenigen hundert bis zu mehreren tausend Metern. /1/, /2/

Durch Störungen in Plattenverschiebungen (Transformstörungen) entstehen in Schwachstellen eines Grabenbruchs sogenannte Aufreißbecken, in denen sich der Boden des Grabens mit oftmals sehr hohen Absenkungsraten in die Tiefe der Erdkruste senkt. . Beispiele dafür sind die im Jordangraben (nördlicher Teil des Großen Afrikanischen Grabenbruchs) entstandenen Aufreißbecken des Sees Genezareth und des Toten Meeres, letzteres mit einer Gesamtabsenkung von einigen tausend Metern in Raten von einigen Millimetern pro Jahr. vgl. /1/ 
.

1 Historische Bewaldung:
Baumbewuchs an beiden Ufern des Jordan
z.Zt. keine weiteren Angaben.
.
1 Historische Montanwirtschaft:
Kupfer- u. Eisenbergbau im Südteil des Wadi al-Araba. /3/
.
1 Weiterführende Landschaftsangaben ==>  z.Zt. keine weiteren Angaben.
.
1 Quellennachweise:
/1/ Wikipedia, Großer Afrikanischer Grabenbruch, Stand 7.10.2011
/2/ Wolfgang Frisch, Martin Meschede: Plattentektonik: Kontinentverschiebung und Gebirgsbildung, 2. Auflage, Darmstadt 2007, S.134-135.
/3/ Biblisch-historisches Handwörterbuch, Bd. 1, Landkarte zu S.220.
.
INr.
Territorium Landschaft    
2
Armenien Sewan-See    
2 Geographische Beschreibung
See in Ostarmenien an der Grenze zu Aserbaidschan. Lage 1.894 m über dem Meeresspiegel, maximale Tiefe 83 m, Fläche 940 km², Länge 78 km, Breite bis zu  56 km. Größter See des Kaukasus und einer der größten Hochgebirgsseen der Welt. /1/
Der Sewansee ist umgeben vom Sewangebirge, dem Antikaukasus, dem Gegham- und dem Wardenisgebirge. Die Küstenebene ist im Südosten bis zu 17 km breit. Zwei sich gegenüber liegende Halbinseln teilen den See in den großen und den kleinen Sewan. Der See hat 28 Zuflüsse. Einziger Abfluss ist der Hrasdan. /1/
.
2 Historische Bewaldung:  Z.Zt. keine Angaben
.
2 Historische Montanwirtschaft:  Zz.Zt. keine Angaben
.
2 Weiterführende Landschaftsangaben ==> Z.Zt. keine weiteren Angaben
.
2 Quellennachweise:
Infoblatt; Satellitenfoto;
/1/ Wikipedia, Sewansee, Stand 26.8.2011.
.
INr.
Territorium Landschaft    
3
Armenien Armenisches Hochland Synonym:   Ararathochland.  
Geographische Beschreibung: Hochland im südöstlichen Randgebiet des Kaukasus
.
3 Historische Bewaldung: (noch keine Angaben).
.
3 Historische Montanwirtschaft:
Zu den frühen bronzezeitlichen Kulturen im Kaukasus zählt die Kura-Araxes-Kultur (auch frühtranskaukausische Kultur), die zwischen 3400 und 2000 v.u.Z. (nach anderen Angaben zwischen 3600 und 1900 v.u.Z.) datiert.. Sie findet sich im zentralen und nordöstlichen Kaukasus, in Transkaukasien (mit Ausnahme der Küste der Kolchis), im östlichen Teil von Kleinasien und im nordwestlichen Iran. Die frühesten Funde liegen in der Ararat-Ebene, von da breitete sich diese Kultur ins östliche Georgien (um 3000 v.u.Z.), in das Gebiet um Erzurum und nach Kilikien (Südosten von Kleinasien) aus. Die nördlichsten Fundorte liegen in Aserbaidschan und, zum Teil mit deutlichen Steppeneinflüssen, in Dagestan. Die Kura-Araxes-Kultur existierte zeitgleich mit der  Uruk-Kultur Mesopotamiens und der Maikop-Kultur nördlich des Kaukasus. /2/

Unter den Bodenschätzen Armeniens waren Kupferoxide am bedeutendsten. Sie enthielten als Nebenprodukte unter anderem Eisen und Gold. /1/
Kupfervorkommen sind aus dem Gebiet des unteren Kartli (größte und bevölkerungsreichste Provinz von Ostgeorgien) bekannt. 
Das oxidische Kupfer war einfach zu verarbeiten. Aus dem arsenhaltigen kaukasischen Kupfer wurde eine charakteristische Arsenbronze erzeugt, die bis zu 4 % Arsen enthielt. In Georgien wurde aus Mangel an Zinn die Bronze ebenfalls mit Arsen und auch mit Antimon hergestellt. Ein Arsengehalt von 10-22 Prozent machte die Bronze hart und verlieh ihr einen weißen Glanz. Bei größeren oder geschmiedeten Bronzegegenständen betrug der Arsenanteil zwischen 1 und 7 Prozent. /2/
Schmelzöfen wurden, zusammen mit Blasebalg-Düsen aus Ton und Gussformen für Barren, in Baba-Dervish II (Grabungsstätte), Aserbaidschan und auf dem südgeorgischen Amiranis Gora gefunden. 
Schlackenfunde stammen ebenfalls aus Baba-Dervisch II sowie aus Chizanaant Gora, Kül Tepe II und Garni in Armenien. Gussformen für Beile sind aus Garni, Schengavit, Kül Tepe, Kvatschelebi C1 und Baba-Dervisch II,  Gussformen für Barren aus Gudabertka (bei Gori) bekannt. /2/

Metallerzeugnisse
In der ersten Phase der Kura-Araxes-Kultur trat Metall selten auf. Fundstücke sind bronzene Schaftlochäxte, Tüllenmeißel, Nadeln verschiedener Typen (darunter solche mit durchbohrtem Schaft) sowie Armreifen mit verdickten Enden. Belegt sind auch bronzene Sicheln, Speerspitzen und verschiedenartige Dolche. Verarbeitet wurden neben der Bronze noch Gold, Silber und Blei. 
Die Kenntnisse von der Metallverarbeitung wurden im kaukasischen Gebiet eigenständig gewonnen und nicht aus Mesopotamien übernommen. Auch die Bronzewaffen des Kaukasus gingen denen aus Kleinasien (Anatolien)  und aus dem Kuban-Gebiet zeitlich voraus. Hingegen deuten kaukasische Gußformen der Beile auf eine mesopotamische Herkunft.

In der mittleren kaukasischen Bronzezeit (2000–1200 v. u.Z.) zerfällt die Kura-Araxes-Kultur in eine Vielzahl lokaler Gruppen, wie die Ginchi-Kultur im südöstlichen Tschetschenien und die Prisulakskaja-Kultur im östlichen Dagestan. /2/
 

3 Weiterführende Landschaftsangaben ==>
.
3 Quellennachweise:
Infoblatt; Satellitenfoto;
/1/ Wikipedia, Armenien, Stand vom 26.11.2011;
/2/ Wikipedia, Kura-Araxes-Kultur, Stand vom 15.10.2011.
.
INr.
Territorium Landschaft     
4
Kleinasien / Armenien Berg Ararat Synonyme: Großer Ararat; Büyük Agri Dagi (türkisch).
Geographische Beschreibung
Ruhender Vulkan im Grenzgebiet zwischen Anatolien (der heutigen Türkei), Armenien und Iran. Höhe: 5.127 m.
.
4 Historische Bewaldung:  (Angaben fehlen noch)
.
4 Historische Montanwirtschaft:  (Angaben fehlen noch)
.
4 Weiterführende Landschaftsangaben  ==>
.
4 Quellennachweise:
Infoblatt; Fotos; Satellitenfoto;  /1/ Wikipedia, Ararat, Stand 4.12.2011 
.
INr.
Territorium Landschaft   
5
Östliches Kleinasien Van-See Synonym:. Van Gölü (türkisch)
Geographische Beschreibung
See im östlichsten Teil von Anatolien; größter See der heutigen Türkei. Höhe des See-Wasserspiegels 1719 m über dem Meeresspiegel, größte Tiefe des Sees 457 m, Fläche  (nach Aufstauung durch Vulkantätigkeit) 3740 km², Länge 119 km, Breite 80 km. Die Höhe der umliegenden Berge beträgt über 4000 m.  Stark erdbebengefährdetes Gebiet.
.
5 Historische Bewaldung:  (noch keine Angaben)
.
5 Historische Montanwirtschaft:  (noch keine Angaben)
.
5 Weiterführende Landschaftsangaben  ==>  (z.Zt. keine weiteren Angaben)
.
5 Quellennachweise:
Infoblatt;  Satellitenfoto;  Wikipedia, Vansee, 28.11.2011.
.


INr.
Territorium Landschaft  
6.1
Libanon / Syrien / Palästina  Berg Hermon.  Synonyme: Baal Hermon (Bibel), Senir (amoritisch), Sirjon (sidonitisch), Har Chermon (hebräisch), Dschabal asch- Schaich (arabisch).
6.1 Geographische Beschreibung: 
Berg im Anti-Libanon,  im Grenzbereich zwischen  Libanon (Land), Syrien und Palästina (Israel). Höhe des Berges 2814 m (9230 engl. Fuß).
.
6.1 Historische Bewaldung:  (noch keine Angaben)
.
6.1 Historische Montanwirtschaft:  (noch keine Angaben)
.
6.1 Weiterführende Landschaftsangaben  ==>  (z.Zt. keine weiteren Angaben).
.
6.1 Quellennachweise:
Infoblatt; Fotos;  AT Buch Richter;  www.bibleplaces.com/golanheights.htm
.


INr.
Territorium Landschaft  Berg Hermon und Hermongebirge differenzierter lokalisieren!
6.2
Libanon (Land) / Syrien Hermongebirge   
6.2 Geographische Beschreibung
In Richtung Südwest- Nordost verlaufendes Gebirge längs der syrisch- libanesischen Grenze. Das 25 km lange Gebirge beginnt im Südwesten auf den Golan-Höhen (Teil des alten Baschan) und schließt sich im Nordosten an das  Anti-Libanongebirge an. /1/
Das Hermongebirge ist Quellgebiet der drei Quellflüsse des Jordan: Nahr Banyas (entspringt in 329 m Höhe ü.NN in der Nähe von Cäsarea Philippi),
Nahr el-Leddan (stärkster und kürzester Quellfluss, entspringt in 154 m Höhe nahe des Tell el-Kadi), Nahr el-Hasbani (längster und schwächster Quellfluß, entspringt in 520 m Höhe westlich des (Berges?) Hermon bei Hasbeja). /2/.
6.2  Historische Bewaldung:  (Angaben fehlen noch)
.
6.2 Historische Montanwirtschaft:  (Angaben fehlen noch)
.
6.2 Weiterführende Landschaftsangaben  ==>
.
6.2 Quellennachweise:
/1/ Infoblatt Hermon mit Karte und Fotos.
/2/ F.Rienecker, G.Maier: Lexikon zur Bibel. - Brockhaus, 8. Auflage 2010, Spalte 837.
.


INr.
Territorium Landschaft   
7
Libanon (Land) / Syrien Libanon (Gebirge)  Synonym: Libanongebirge
7
Geographische Beschreibung 
.
7
Historische Bewaldung
.
7
Historische Montanwirtschaft
.
7
Weiterführende Landschaftsangaben  ==>
.
7
Quellennachweise:
.


INr.
Territorium Landschaft   
8
Libanon (Land) / Syrien Bekaa-Ebene  Synonym: al-Biqa (arabisch)
   8 
Geographische Beschreibung: Hochebene zwischen den Gebirgen Libanon und Anti-Libanon. Länge 120 km, Breite 8-12 km. 
In der Bekaa-Ebene entspringen die Flüsse Orontes und  Litani.
.
8
Historische Bewaldung
.
8
Historische Montanwirtschaft
.
8
Weiterführende Landschaftsangaben  ==>
.
8
Quellennachweise:
Infoblatt mit Foto
.


INr.
Territorium Landschaft   
9
Libanon (Land) / Syrien Anti-Libanon  Synonym: Östlicher Libanon
    9 
Geographische Beschreibung:
Gebirgszug zwischen Libanon (Land) und Syrien. Länge 150 km. Verläuft geradlinig in Südwest - Nordost-Richtung parallel zum Libanongebirge 
und zur Mittelmeerküste.  Höchste und südlichste Erhebung des Anti-Libanon ist der Berg Hermon (2814 m, siehe oben).
.
  9 
Historische Bewaldung
.
9
Historische Montanwirtschaft:
.
9
Weiterführende Landschaftsangaben  ==>
.
9
Quellennachweise:
Infoblatt mit Satellitenfoto.
.


INr.
Territorium Landschaft   
10
Syrien Nuhasse  Synonym: Nuchaschsche
  10 
Geographische Beschreibung 
Nordsyrische Provinz im Königreich Aram, zwischen den Flüssen Orontes und Euphrat; südlich von Alalach, südwestlich von Aleppo und nördlich von Kadesch. Geografische Koordinaten: 35° 46' N, 36° 32' O. 
.
10
Historische Bewaldung:
.
10
Historische Montanwirtschaft: Das Gebiet Nuhasse ist aus dem Altertum bekannt für Erzvorkommen und Erzlieferungen (Nuhassisches Erz).

Es fehlen Angaben darüber, um welches Erz es sich handelte und wo der genaue Standort dieser Erzvorkommen war oder ist.

.
10
Weiterführende Landschaftsangaben  ==>
.
10
Quellennachweise:
Infoblatt,
Karte von Syrien;
Wikipedia, Nuhasse, Stand 10/2011;
E.Meyer: Geschichte des Altertums.
.


INr.
Territorium  Landschaft  
11
Palästina / Israel  See Genezareth.   Synonyme: Gennesaret, Jam Kinneret (hebräisch, Harfenmeer), See von Tiberias, Galiläisches Meer  /1/
11 Geographische Beschreibung 
Vom Jordan durchflossener See im oberen Teil des Jordangrabens Der Wasserspiegel des Sees liegt 212 m unter dem Weltmeeresspiegel (Normalnull). Damit ist der See Genezareth der am tiefsten gelegene oberirdische Süßwassersee der Erde und nach  dem Toten Meer (Salzmeer) das in bezug auf den Weltmeeresspiegel am zweittiefsten gelegene stehende Gewässer an der Erdoberfläche. Der See Genezareth selbst hat eine Tiefe von maximal 46 m. 
.
11 Historische Bewaldung
.
11 Historische Montanwirtschaft:
.
11 Weiterführende Landschaftsangaben  ==>
.
11 Quellennachweise:
/1/ Horst Robert Balz: Theologische Realenzyklopädie, Band 25, S.592 (aus dem Web);
/2/ Wikipedia, See Genezareth , Stand vom 3.5.2012
.


INr.
Territorium Landschaft  
12
 Palästina / Jordanien Jordangraben mit Jordan  
12  Geographische Beschreibung:
"Jordangraben" ist die Bezeichnung für denjenigen Teil des Großen Afrikanischen Grabenbruchs, in dem der Jordan fließt. 
Im Jordangraben liegen die beiden durch den Jordan verbundenen Seen Genezareth und Totes Meer./1/  Der Jordan (hebräisch: Nahar ha-Jarden, sinngemäß „der herabsteigende Fluss“; arabisch: Al-Urdunn) hat drei Quellflüsse, die alle im Gebiet um das Hermongebirge liegen: Hazbani (Libanon), Dan (Norden von Israel) und Banyas (nördliche Golanhöhen). Nach Vereinigung der drei Quellflüsse zum Jordan durchquert dieser die Hule-Ebene, fließt durch den See Genezareth und tritt südlich dieses Sees in den Jordangraben ein, in dessen Verlauf der Jordan nach weiteren 210 Kilometern Flußlänge (105 km Luftlinie) in das abflußlose Tote Meer mündet. Zwischen dem See Genezareth und dem Toten Meer nimmt der Jordan am linken Ufer die Zuflüsse Jarmuk und Jabbok auf. Der Höhenunterschied zwischen der Vereinigung der drei Quellflüsse des Jordan und dem Wasserspiegel des Toten Meeres beträgt ca. 495 m. /vgl. 2/
.
12 Historische Bewaldung: Baumbestandene Ufer beiderseits des Jordan..
12 Historische Montanwirtschaft:
.
12 Weiterführende Landschaftsangaben  ==>
.
12 Quellennachweise:
Infoblatt;
Satellitenfoto;
/1/ Wikipedia, Jordangraben, Stand vom 10.11.2011.
/2/ Wikipedia, Jordan, Stand vom 14.12.2011.


INr.
Territorium Landschaft  
13
 Palästina / Jordanien Totes Meer Synonyme:Salzmeer, Asphaltsee (Lacus Asphalitis), Meer des Todes, Meer des Lot. /1/
13  Geographische Beschreibung 
Das südlich vom See Genezareth liegende Tote Meer ist Teil des Großen Afrikanischen Grabenbruchs. Es erstreckt sich parallel zur Mittelmeerküste in einer  Nord-Südlänge von 76 km und in einer West-Ost-Breite zwischen 4,5 und 16 km bis zum nördlichen Anfang des Wadi Araba.  Einer älteren Feststellung zufolge (siehe /3/) schwankt der Spiegel des Toten Meeres je nach Jahreszeit um 4-6 m. Weiter
.
13 Historische Bewaldung:
13 Historische Montanwirtschaft:
13 Weiterführende Landschaftsangaben  ==>
.
13 Quellennachweise:
/1/ gestrichen
/2/ Wikipedia, Totes Meer, Stand vom 28.11.2011:
/3/ Meyers Konverationsleikon, 5. Auflage, Bd.16, Leipzig und Wien 1897, S. 961-962.
/4/ Alfred Läpple (Hrsg.): Die Schriftrollen von Qumram, Augsburg 1997, S.23 (Karte).


INr.
Territorium Landschaft   
14
 Palästina / Jordanien Siddimtal   
14  Geographische Beschreibung 
Siddimtal war die Bezeichnung für die Landschaft, welche sich an das ursprüngliche südliche Ende des Toten Meeres anschloß. Im Verlauf einer  Naturkatastrophe wurde dieses Tal zum abflußlosen südlichen Becken des Toten Meeres.  Weiter
Vgl. Artikel "Siddim" im Lexikon zur Bibel, Sp. 1483 und "Salzmeer" gleiche Quelle, Sp. 1355.
14 Historische Bewaldung
.
14 Historische Montanwirtschaft:
.
14 Weiterführende Landschaftsangaben  ==>
.
14 Quellennachweise:
/1/ Die Bibel als Datenquelle für Geologen. - Neue Zürcher Zeitung Online, 28.11.2011
/2/ AT, 1. Mos 14, 10
.


INr.
Territorium Landschaft   
15
 Palästina / Jordanien Wadi al-Araba   syn. Arabah, Arava, Aravasenke
15... Geographische Beschreibung: 
Das Wadi al-Araba ist die auf das südliche Ende des Jordangrabens folgende Fortsetzung des Großen Afrikanischen Grabenbruchs. Zusammen mit dem Jordangraben bildet das Wadi al-Araba den nördlichen Festlandsteil dieses Bruchs zwischen der Afrikanischen und der Arabischen Kontinentalplatte. 
Das Wadi al-Araba erstreckt sich vom Südende des Toten Meeres (siehe Siddimtal) über eine Gesamtlänge von 150 km (nach anderen Angaben 175 km) bis nach Aqaba am Beginn des gleichnamigen Golfs.  Es ist zugleich Grenze zwischen Israel im Westen und Jordanien im Osten. 
Die Breite des Wadis beträgt 10 bis 25 km. An seiner Ostseite befinden sich die jordanischen Berge mit Höhen von mehr als 1700 m. Das Terrain am Westrand des Wadis erreicht Höhen bis ungefähr 600 m. Weiter westlich von diesen Hügelketten liegt die Wüste Negev. 
Das Wadi al-Araba selbst hat ungefähr  75 km vor dem Erreichen des Golfs von Aqaba mit 230 m über Normalnull (Weltmeeresspiegel) seine höchste Stelle. Die Oberfläche des Toten Meeres, dem nördlichen Beginn des Wadi al-Araba, liegt 417 m unter Normalnull.  /3/ Das Wadi al-Araba weist damit von Nord nach Süd einen Geländeanstieg von ca. 650 m auf. Die große Tieflage der Oberfläche des Toten Meeres gegenüber dem Anstieg des Wadi al-Arba in Richtung Süden wird verursacht durch das starke  Absinken des Beckens vom Toten Meer im Verlauf des Auseinanderdriftens der afrikanischen und der arabischen Platte der Erdoberfläche (siehe hierzu die Abschnitte über den Großen Afrikanischen Grabenbruch und über das Tote Meer). Wasserquellen gibt es im Wadi al-Araba so gut wie keine. Ebenfalls fehlen im Wadi größere Ortschaften, die Städte Elat und Aqaba am Südende des Wadi ausgenommen.
.
15 Historische Bewaldung: Z.Zt. keine Angaben.
.
15 Historische Montanwirtschaft:
Auf der Ostseite des Wadi al áraba wurden zwischen dem Wadi tafile und dem Wadi fenan alte Bergbau-Anlagen mit Schmelzhütten, ausgedehnten Schlackehalden und Wohnstätten festgestellt.Durch das reichlich vorhandene Wasser waren diese Anlagen auch im Sommer betriebsfähig. Erzgewinnung und Verhüttung lagen räumlich nahe beieinander. Der Ort mit der bronzezeitlichen Hütte Fenan ist vermutlich mit dem Ort identisch, der im AT als Phunon (syn. Punon) benannt wird und einer der Lagerplätze des biblischen Exodus gewesen sein soll (num 33, 42-43). /1/. Allerdings gibt es im AT keinerlei Bezugnahme auf die damaligen Bergbau-Anlagen im Raum Fenan.
Nördlich des Golfs von Aqaba befindet sich die ehemalige Kupfermine El-mene'ije, deren Erzlagerstätten vermutlich unter dem israelischen König König Salomo abgebaut wurden. Die zur Kupfermine gehörende Ervzerhüttungsanlage lag auf dem heutigen Tell elchlefi. /2/ Mene'ije (Wadi Mene'ije) ist eine frühere Bezeichnung für Timna (Timna Tal oder Wadi Timna). /4/
15 Weiterführende Landschaftsangaben  ==>
.
15 Quellennachweise:
/1/ H. Bardtke in: Biblisch-Historisches Handwörterbuch, Berlin 2004, Bd. 1 S.220;.
/2/ H.Bardtke: a,a,O., S.220;
/3/ Wikipedia, Arava, Stand vom 15.1.2010
/4/ Beno Rothenberg: Timna - Das Tal der biblischen Kupferminen, Bergisch Gladbach 1973, S.19.


INr.
Territorium Landschaft  
16
Palästina (Israel)  Negev.    hebräische Bedeutung: Südland, Süden. Synonyme: Negeb; an-Naqb (arab.).
16  Geographische Beschreibung:
Der Negev ist eine im Süd-Südwesten des heutigen Israel liegende ausgedehnte Geröllwüste mit einer Gesamtfläche von 12.000 km².
.
16 Historische Bewaldung
.
16 Historische Montanwirtschaft
30 km nördlich von Eilat befinden sich die frühgeschichtlichen Kupferminen von Timna aus der Zeit um 3000 v.u.Z. /2/
.
16 Weiterführende Landschaftsangaben  ==>
.
16 Quellennachweise:
/1/ Spiegel Online-Lexikon, Artikel Israel. (www.spiegel.de/lexikon/ 54392336.html, vom April 2011)
/2/ Wikipedia, Negev, Stand vom 22.11.2011:
Israel. WISSEN-digital.de (aus dem Web entnommen am 5.4.2011)
.


INr.
Territorium Landschaft   
17
 Ägypten Halbinsel Sinai  : hebräisch: sinaj, griechisch: Sinai.
17  Geographische Beschreibung:
An Palästina / Israel im Südwesten anschließende Halbinsel zwischen dem Golf von Suez, dem Golf von Aqaba und dem Mittelmeer. Größe ca. 60.000 km².(entspricht der fünffachen Größe der Negevwüste).  Weiter
.
17 Historische Bewaldung
.
17 Historischer Bergbau 
Türkis- u. Malachit-Minen beim Dschebel Megara (seit dem Alten Reich) und bei Serabit el chadem (seit dem Mittleren Reich).
.
17 Weiterführende Landschaftsangaben  ==>
.
17 Quellennachweise:
/1/ Biblisch-Historisches Handwörterbuch, Bd.3 S.6446-6449
.


INr.
Territorium Landschaft   
18
Nordägypten Nildelta   altägyptisch Te-Mehet
18 Geographische Beschreibung: 
In der Geschichte des Alten Ägypten war der Nil der Haupthandelsweg. Auf ihm wurden z.B. Steinblöcke für den Pyramidenbau und aus der Levante importiertes Holz transportiert. /1/
Der griechische Geschichtsschreiber Herodot (484-425 v.u.Z.) beschreibt das damalige Mündungsdelta des Nil wie folgt: 
"... es teilt der Nil von den Katadupen an bis zu seinem Einfluß in das Meer Ägypten mitten durch in zwei Hälften; bis zur Stadt Kerkasorus nämlich fließt er in einem Strome, von dieser Stadt an aber spaltet er sich in drei verschiedene Arme, von welchen der eine sich nach Osten wendet, was man die Pelusische Mündung nennt, der andere nach Westen: Dieser heißt die Kanobische Mündung. Mit demjenigen Arme aber, welcher geradeaus geht, verhält es sich also: Der Nil, von oben herab kommend, gelangt bis zur Spitze des Delta; von hier an schneidet er mit seinem Laufe in das Meer das Delta mitten durch, indem er hier den bedeutendsten und nennenswertesten Teil des Wassers behält; man nennt diesen Arm die Sebennytische Mündung. Es scheiden sich dann von dem Sebennytischen Arme noch zwei andere Arme aus, welche ins Meer laufen; der eine heißt der Saitische, der andere der Mendesische. Die Bolbitinische und die Bukolische Mündung aber sind keine natürlichen Mündungen, sondern gegrabene." /2/
 
Erläuterungen (vgl. /2/, S.792)
Katadupen Die kleinen Nilkatarakte etwas oberhalb von Syene (Assuan). 
Kerkasorus Bei dem heutigen Dorf Eksas (oder Aksas), etwas nördlich von Kairo.
Gegrabene Mündungen Künstlich angelegte Kanäle.
Pelusischer Arm (Pelusische Mündung) Mündungsort: Pelusion (Ostium Pelusiacum)
Kanobischer Arm (Kanobische Mündung). Mündungsort: Kanopus (Kanobos, Ostium Canobicum); heute verlandet.
Sebennitischer Arm (Sebennitische Mündung). Mündungsort: Ostium Sebenniticum; heute verlandet
Bolbitinischer od.Saitischer Arm (heute Rosette-Arm). Mündungsort: Bolbitine ; heute Rosette: 
Mendesischer Arm Abzweig vom Bukolischen Arm; Mündungsort:Ostium Mendesicum; heute verlandet.
Bukolischer (Phatnischer) Arm (heute Damiette-Arm) Abzweig vom Sebennitischen Arm; Mündungsort: Ostium Bucolicum, 
Tanitischer (Setroithischer) Arm  Abzweig vom Phatnischen Arm; heute verlandet
18 Historische Bewaldung
18 Historische Montanwirtschaft:
18 Weiterführende Landschaftsangaben ==>
.
18 Quellennachweise:
/1/ Wikipedia, Nil, Stand vom 22.11.2011
/2/ Herodot: Neun Bücher zur Geschichte, Zweites Buch. - Marix-Verlag Wiesbaden 2007, S.151.


INr.
Territorium Landschaft   
19
 Libysche (Westliche) Wüste Oasen westlich vom Nil-Unterlauf   
19  Geographische Beschreibung: 
Die Libysche Wüste (Westwüste) gehört zur Wüste Sahara, die ganz Nordafrika vom Niltal im Osten /vgl. 5/ bis zum Atlantik im Westen und zur Sahelzone im Süden landschaftlich dominiert. Ostgrenze der Libyschen Wüste ist in allgemeiner Sicht das Niltal, unter geologischem Aspekt eher der etwas westlicher verlaufende 30. Längengrad. Das Gebiet östlich des Nils bis zum Roten Meer gehört geologisch und geographisch nicht mehr zur Libyschen Wüste und wird als Östliche Wüste (bzw. weiter südlich im Sudan als Nubische Wüste) bezeichnet. Im Norden reicht die Libysche Wüste bis zum Vegetationsgürtel der Mittelmeerküste, im Süden bis in den  nördlichen Sudan. Als Westgrenze der Libyschen Wüste wird auf Basis natürlicher Gegebenheiten der mitten durch Libyen verlaufende 20. Längengrad genannt, jedoch wird auch die ägyptisch-libysche Staatsgrenze mit der westliche Wüstengrenze gleichgesetzt.
Im nordöstlichen Teil der Libyschen Wüste erstreckt sich zwischen den geographischen Breiten von Kairo und erstem Nilkatarakt die Großlandschaft der ägyptischen Oasen. Eine ganze Reihe von großflächigen, teilweise dicht besiedelten, kulturell und landwirtschaftlich häufig hoch entwickelten Oasen und Oasenkomplexen prägt das Bild dieses Wüstengebietes. Die Anfänge einer dauerhaften Besiedlung einiger dieser Oasen reichen bis weit in die vorpharaonische Zeit Ägyptens und zum Teil bis ins Paläolithikums (Altsteinzeit) zurück. 
Ihr Dasein verdanken die Oasen riesigen Mengen an fossilem Wasser, die sich im Verlauf der Erdgeschichte als Ergebnis reichlicher Niederschläge in den Poren sandiger, mehrere tausend Meter mächtiger Tiefengesteine gesammelt haben, deren Gewicht zu Depressionen (Dehnungen und nachfolgende Absenkungen) der Erdkruste führte und bis zu 6000 m tiefe Becken entstehen ließ /15/,  aus denen das Tiefenwasser in zahlreichen Quellen wieder an die Erdoberfläche tritt. Der Wasserreichtum machte die Becken für Pflanzenwachstum aufnahmefähig, ermöglichte das Vordringen von Tieren und schuf die wichtigste Voraussetzung für das Entstehen durch Menschen nutzbarer Oasen. 
Seit dem ägyptischen Alten Reich gibt es schriftliche Hinweise auf  das Vorhandensein von Oasen in der Libyschen Wüste. Am bedeutendsten sind die Oasen Bahrija, Siwa, Farafra, Dachla und Charga. Zwei weitere Oasen, darunter das Wadi en Natrun nahe der Mittelmeerküste, werden im Tempel von Edfu (südlich von Luxor) in einer Liste von insgesamt sieben Oasen genannt (die siebente Oase wurde bisher nicht sicher identifiziert). 
Weitere, kleinere Oasen westlich des Nils sind Dunqul, Kurkur und Salima. Sie dienten hauptsächlich als Haltestationen von Karawanen auf ihren langen Routen durch die Wüsten. 
Die Oasen der Libyschen Wüste bestehen jeweils aus verschiedenen Brunnenarealen und nicht aus einem zusammenhängenden fruchtbaren Gebiet. Teilweise liegen zwischen den einzelnen Brunnenarealen einer Oase  ausgedehnte Wüstenflächen. /9/ Das als ökonomisch wichtig bezeichnete und häufig zu den Oasen gezählte Fayyum-Becken im Südwesten des Nil-Deltas (vgl. /3/, Seiten.34, 124 und 126/  wird nicht mehr zur Libyschen Wüste, sondern bereits zum Niltal gezählt, da dieses Becken sein Wasser von einem Nilarm und nicht aus unterirdischen Wasservorkommen erhält. /vgl.1und 9/
.
19 Historische Bewaldung: Charakterbaum der Oasen Nordafrikas ist die Dattelpalme.Sie bildet in der Gegenwart große zusammenhängende Waldungen (Beispiel Oase Siwa), die ihre Entstehung allerdings der Landwirtschaftskultur verdanken. Wie die Oasen vorher bewachsen waren, läßt sich nicht mehr nachweisen.In den durch die unterirdischen Wasserreservoires gespeisten Oasen entwickelt sich fortwährend lebhafter Pflanzenwuchs. Zu dieser natürlichen Oasenvegetation gehören neben Dorngebüschen hauptsächlich die Zwergpalme (Chamaerops humilis), der Tamariskenbaum (Tamarix africana), Pistazien und hohes Ginstergesträuch (Retama). /vgl. 2/ Im Alten Reich wurden neue Baumarten wie Eukalyptusbaum, Zypresse und Ulme in die ägyptische Vegetation eingeführt. (siehe /3/ S.15)
.
19 Historische Montanwirtschaft: 
Im Ort El-Managim nahe der Oase Bahrija wird Eisenerz abgebaut.Hier befinden sich die größten Eisenerzvorkommen Ägyptens./10/  Die Verhüttung des Erzes von El-Managim erfolgt in Helwan bei Kairo, wohin in der Gegenwart das Erz per Schiene transportiert wird./vgl. 9/ Ein weiteres großes Vorkommen von Eisenerz liegt im Gebiet von Assuan am Nil. /14/ Über die Anfänge des dortigen Erzabbaus liegen keine Informationen vor.

In der Ostwüste zwischen dem Nil und dem Roten Meer gab bzw. gibt es zahlreiche Lagerstätten an Erzen sowie reiche Vorkommen an Hartgestein für Bauwerke. Weitere Erz- und Gesteinsvorkommen befinden sich im Niltal, im Oasengebiet der Westwüste (siehe oben). Dazu kommen die Vorkommen an Kupfererzen auf dem Sinai (in der nachstehenden Tabelle zu einem einzigen Vorkommen zusammengefaßt). /17/
 

Erzvorkommen
Standort
Gold
Blei
Zinn
Kupfer
Eisen
Gesamt
Gebiet Memphis
1
   
1
 
2
Niltal Westseite
1
1
     
2
Niltal Ostseite
2
       
2
Ostwüste
4
1
1
1
 
7
Küste Rotes Meer
   
1
1
 
2
Oase Baharija
       
1
1
Sinai
     
1*
 
1*
Gesamt
8
2
2
4
1
17
             
Die in der Tabelle genannten Standortbezeichnungen sind allgemeiner Art und bedürfen der Präzisierung.
Die Zahlen weisen die Häufigkeit aus, mit welcher das Vorkommen am betreffenden Standort auftritt. Die mit Stern markierte  Häufigkeit 1 für die Kupfervorkommen auf dem Sinai bringt zum Ausdruck, daß es auf dem Sinai mehrere Vorkommen dieser Art gibt. 

Vorkommen an Gesteinen (Kalkstein, Alabaster, Grauwacke, Granit, Diorit) und an abbauwürdigen Mineralien (insbesondere Türkis mit seinen zahlreichen Vorkommen auf dem Sinai) werden hier nicht speziell ausgewiesen. Eine Ausnahme bildet der Hinweis, daß nordwestlich von Abu Simbel am Nil verschiedene Mineralien abgebaut wurden, darunter Amethyst und Karneol. /1/

Von besonderer Bedeutung für das sehr holzarme Ägypten waren Holzimporte aus anderen Ländern.Bekannt sind in "frühen Zeiten" erfolgte Holzeinfuhren aus dem südlich von Ägypten gelegenen Unternubien. /17/ 
 

19 Weiterführende Landschaftsangaben ==>
.
19 Quellennachweise:
Wikipedia, Farafra, Stand vom 1.7.2011. Keine Angaben zu Bewaldung und Montanwirtschaft.
Wikipedia, Oase Siwa, Stand vom 7.10.2011.
/1/ Ägyptologie-Forum - Lexikon: Westliche Wüste, Stand vom 15.1.2004.
/2/ Meyers Konversations-Lexikon, 5.Auflage, Leipzig 1896, Bd, 13, S.70.
/3/ Ägypten: Ein geschichtlicher und kultureller Streifzug durch sieben Jahrtausende. - Orbis Verlag 2002, S.15 u. Landkarte auf S.23.
/4/ Wikipedia, Charga, Stand vom 18.11.2011.
/5/ Meyers Konversations-Lexikon, 5.Auflage, Leipzig 1897, Bd, 15, S.106.
/6/ Landkarte in Quelle 3, S.23.
/7/ Wikipedia, Dachla, Stand vom 29.11.2011.
/8/ Wikipedia, Fayyum-Becken, Stand vom 19.9.2011.
/9/ Wahat-Reisen: Bahariya mit Abstecher ins Fayoum im Oktober 2010.
/10/ Geo-Reisecommunity Reisebericht: Schwarze, weiße, gelbe Wüsten und grüne Oasen, 17.9.2009.
/11/ Beschreibung der Oasen und Orte in den ägyptischen ... , 2010 (Druck aus dem Web).
/12/ Wikipedia, Bahariyya, Stand vom 3.12.2011.
/13/ Die Libysche Wüste. - In: Ägypten - eine Rundreise.
/14/ Monika Baumgarten u.a.: Ägypten - Baedeker Allianz Reiseführer
/15/ Wikipedia, Libysche Wüste (Abschnitt Geomorphologie), Stand vom 31.8.2011.
/16/ http://de.getamap.net/karten/egypt/al_wadi_al_jadid/dunqul/
/17/ http://www.faszination-aegypten.de/Aegyptothek/Land/geographie.htm

 
Weiterführende Landschaftsangaben
Erläuterung der Quellenhinweise siehe vorangehende Tabelle
1  Großer Afrikanischer 
Grabenbruch mit Jordangraben
(Fortsetzung)
Z.Zt. keine weiteren Angaben.
zurück
2  Sewansee (Fortsetzung) Z.Zt. keine weiteren Angaben.
zurück
3  Armenisches Hochland (Fortsetzung) Die Keramik in der Frühphase der Kura-Araxes-Kultur ist handgefertigt, reduzierend gebrannt und von heller Oberfläche. Sie wurde mit Sand oder zerstoßenem Obsidian gemagert. Die Oberfläche ist meist glänzend poliert. Schalen und kleine Tassen haben einen leicht abgesetztem kurzen Hals. Plastische Verzierungen sind häufig.

Keramische Erzeugnisse der späten Phase sind von grau-schwarzer bzw. schwarz-roter Farbe, polierter Feinkeramik sowie mit geritzten oder plastische Spiralverzierungen und konzentrischen Kreisen versehen. Mitunter tragen die Gegenstände Abbildungen von Tieren (Hirsche, Steinböcke) und insbesondere Vögeln (vermutlich Kraniche). Keramische Gefäßständer haben oft Hufeisenform, aber auch runde Exemplare sind bekannt. Typisch für Keramik aus Daghestan sind plastische Verzierungen aus aufgelegten Bändern. Transkaukasische Keramik ist überwiegend unverziert.  /2/
zurück

4  Berg Ararat
5 Van-See
6.1  Berg Hermon
6.2  Hermongebirge
7  Libanongebirge
8  Bekaa-Ebene
9  Anti-Libanon
10  Nuhasse
11  See Genezareth (Fortsetzung) Die größte Tiefe unter dem Seewasserspiegel beträgt 46 m. Der See ist je nach Wasserstand bis zu 21 km lang und bis zu 12 km breit. Die Wasserfläche hat ein Ausmaß von  165 km² und einen Umfang von 53 km.  /1/
Größter Zufluss ist der vom Hulebecken im Norden kommende Jordan, welcher den See in Südrichtung durchquert und dann weiter zum Toten Meer fließt. Zufluss und Abfluss des Sees Genezareth haben sich innerhalb der letzten 2000 Jahre aufgrund von Erdbeben mehrfach verschoben. /2/
12  Jordangraben

13  Totes Meer (Fortsetzung)
Der Wasserspiegel des Toten Meeres liegt ca. 400 m  unter Normalnull (NN). Im Zusammenhang mit der fortwährenden Austrocknung des Toten Meeres bei gleichzeitigem Wasserzufluß werden unterschiedliche Wasserspiegelhöhen gemessen. Die aktuelle Schwankungsbreite der Höhenangaben liegt zwischen 396 und 422 unter NN.  /1/  Gemäß der Höhe des Wasserspiegels ist das Tote Meer das tiefste stehende Gewässer an der Erdoberfläche. Die tiefste Punkt des Grundes vom Toten Meer liegt  794 m unter NN. /2/ 
Die größte zufließende Wassermenge für das Tote Meer liefert der Jordan. Außerdem münden mehrere kleine Flüsse bzw. Bäche ins Tote Meer. Das Meer selbst ist abflußlos. 
Im Osten und im Westen wird das Tote Meer von steil abfallenden Hochflächen begleitet, die sich 700 bis 800 m über den Wasserspiegel erheben. /3/ Im nordwestlichen Teil der felsigen Küste liegt das Gebiet der Qumran-Höhlen, bekannt durch die Funde von über 2000 Jahre alten Schriftrollen. /4/ Zur Geschichte dieser Funde siehe auch Alfred Läpple: Verborgene Schätze der Apokryphen, München 2002, S, 14 u.16 (Karten)

14  Siddimtal (Fortsetzung)
In der Näne des ehemaligen  Siddimtales befanden sich wahrscheinlich die im AT genannten, durch Erdbeben und Feuersbrünste zerstörten Städte Sodom und Gomorrah. /1/, /2/.  Das AT berichtet über das Siddimtal im 1. Buch Mose:
Das Siddimtal war voller Erdpechgruben; die Könige von Sodom und Gomorra mussten fliehen und fielen dort hinein, die Übrigen flohen ins Gebirge. (1 Mose 14,10)
15  Wadi Araba

16  Negev (Fortsetzung)
Die Fläche des Negev hat die Form eines Dreiecks. Die Begrenzung erfolgt:
a) im Norden durch die Linie Gaza (Mittelmeer) - En Gedi (Mitte des Westufers vom Toten Meer); 
b) im Osten durch den Südteil des Westufers vom Toten Meer und das anschliessende Wadi Araba, 
c) im Westen durch die Grenze zu Äygypten zwischen Elat und dem südwestlichen Ende des Gaza-Streifens (Mittelmeerküste).   /1/  /2/
Der Negev ist in seinem Zentrum ein stark erodiertes und von Wadis durchzogenes Faltengebirge. Es wird zwischen dem nördlichen und dem südlichen Negev-Bergland unterschieden.Im Südteil des Negev befinden sich  Kraterlandschaften vulkanischen Ursprungs. Unter geographischem Aspekt gehört der Negev zur Halbinsel Sinai.

17  Halbinsel Sinai (Fortsetzung)
Die Halbinsel ist im nördlichen Teil hauptsächlich Wüste, während der südliche Teil von einem nichtvulkanischen Gebirge (arab. sina) dominiert wird. /1/ Im AT wird angenommen, daß sich in diesem Gebirge der biblische Berg Sinai befindet, jedoch sind Name und Ortsangabe des Berges nicht einheitlich. In Betracht kommen die folgenden Gipfel:dschebel musa (Moseberg), 2285 m; dschebel qaterin (mit Katharinenkloster), 2641 m; dschebel serbal, 2077 m. Alle drei Gipfel tragen Felsinschriften nabatäischer Wallfahrer aus dem 2. und 3. Jahrhundert u.Z.  ###  Dschebel musa und Dschebel qaterin liegen im Zentrum des gebirgigen Südsinai, der Dschebel Serbal (Gebel Sirbal) befindet sich ca. 30 km nordwestwärts in der Nähe des Wadi Feiran./1/
In der Diskussion darüber, welcher Gipfel des Sinai als der Mosesberg zu gelten habe, sind die unterschiedlichsten Berge benannt worden. Die meisten Gläubigen halten sich an die Überzeugung der Kaiserin Helena, die 324 n. Chr. den 2285 Meter hohen Gebel Musa zum Ort des Geschehens erklärt hatte. Es wäre allerdings auch plausibel gewesen, wenn Moses, um Gott möglichst nahe zu sein, gleich auf den daneben liegenden, 350 Meter höheren Gebel Katarina gestiegen wäre. Manche Forscher wiederum favorisieren den 2070 Meter hohen Gebel Serbal, der über der Oase Feiran aufragt: Die 40 Tage des Wartens auf Moses wären den Israeliten in der Oase leichter gefallen als am kargen Rand der anderen Berge.
(GEO Special Nr. 04/00 - Moses: Held der Bibel, Befreier Israels)

18  Nildelta (Fortsetzung)

19  Libysche Wüste (Fortsetzung)
Oasen in der Libyschen Wüste Ägyptens (von Nord nach Süd)
INR Name Geographische Lage Besonderheiten
1 Oase Siwa Teil der maximal 120 km langen und 80 km breiten Qattara-Senke. Die Oase   Siwa ist die westlichste und in der Gegenwart noch ursprünglichste aller Oasen in der libyschen Wüste. Ihre Länge beträgt 80 km, die Breite 2-20 km, die durchschnittliche  Höhe 18 m unter dem Meeresspiegel. /11/ Gegenwärtig ca. 23.000 Einwohner (zumeist Berber). Sprache ist der Berber-Dialekt Siwi. In der Gegenwart riesige Gärten und Plantagen, etwa 300.000 Dattelpalmen und und 70.000 Olivenbäume. /11/
Die Geschichte der Oase ist bis in die 18. Pharaonendynastie (1500 v.u.Z.) bezeugt.
2 Becken Fayyum Fayyum (syn. Fayum, , Faijum u.a.) ist ein oasenartiges, zwischen 1270 und 1700 km² großes Becken südwestlich von Kairo. Das Becken erhält ständigen Wasserzufluss durch den Nilarm Bahr-Jusuf, der vom Nil nach Westen abzweigt und im 230 km² großen abflusslosen Quarun-See (Birket-quarun)  mündet. Das Terrain des Sees liegt 45 m unter dem Meeresspiegel.Die rings um das Becken liegenden Hügel und Bergzüge sind am Gabal Katrina bis 353 m hoch.  Ab etwa 4500 v.u.Z. erfolgte mit der neolithischen Fayyum-A-Kultur eine frühe Besiedlung des Beckens. Gegenwärtig leben im Fayyum über ein halbe Million Menschen. /8/

Der Bahr Jusuf (Josefs-Kanal), eventuell benannt nach dem Wesir Josef unter dem u.g. Phararo), entstand durch Umbau eines natürlichen Seitenarms des Nil, um die kontinuierliche Wasserversorgung des  Fayyum und seiner Ortschaften zu gewährleisten. Bauherr des 15 km langen und 5 m tiefen Kanals war der Pharao Amenemhet II. (1877/76–1843/42 v.u.Z.)

The Bahr Yussef  (29.241473°N 30.916729°E), which roughly translates from Arabic as "the waterway of Joseph", is a canal which connects the Nile River with Fayyum in Egypt. This was originally in prehistoric times a natural offshoot of the Nile which created a lake to the west during high floods. Beginning with the 12th dynasty, the waterway was enlarged and the Fayyum was developed to enlarge Lake Moeris. The canal was built into the natural incline of the valley, creating a channel 15 km long and 5 m deep that sloped into the Fayyum depression. The canal was controlled by the Ha-Uar Dam, which was actually two dams that regulated the flow into the lake and out of the Nile. As the surrounding area changed at about 230 BC, the Bahr Yussef eventually became neglected, leaving most of Lake Moeris to dry up creating the depression that exists today and the modern province of Al Fayyum. The Bahr Yussef is believed by one unconventional religious Egyptologist to have been built under the Israelite patriarch Joseph when he was vizier for Thutmosis III.
[Bahr Yussef, Wikipedia, englisch, Stand vom 29.12.2011]

3 Oase Bahariyya syn. Bahareya. Bahariyya ist 180 km von der Oase Farafra und 140 km von der "Weißen Wüste" entfernt.Die in Richtung Nordost - Südwest liegende ovale Senke ist 94 km lang, maximal 42 km breit und umfaßt 2000 km². Umgeben ist die Oase von schwarzen Hügeln (Reste ehemaliger vulkanischer Tätigkeit) aus eisenhaltigem Quarz und Dolerit, einem grobkörnigen Baaltgestein. Bahariyya war seit dem Neolithikum besiedelt. /13/ Bekannt ist Bahariyya für seine Mineral- und Schwefelquellen, für die in der Nähe befindliche Eisenerzmine El-Managim und für das erst 1996 
u.Z. wiederentdeckte "Tal der goldenen Mumien".
Seit dem Mittleren Reich befand sich die Oase
im ägyptischen Herrschaftsbereich.
Zur Zeit leben in der Oase ca. 30.000 Menschen. Gegenwärtige Haupternährungsquelle sind ca. 150.000 Dattelpalmen sowie Olivenbäume und Obstbäume. /13/
4 Oase Farafra Dünn besiedelte Bodensenke ca. 300 km westlich von der ebenfalls auf dem westlichen Nilufer liegenden ägyptischen Stadt Asyut. Etwa 180 km nördlich von Farafra befindet sich die Oase Bahrija.  Wie Inschriften bezeugen, war die Senke bereits in der vorpharaonischen Zeit bewohnt.
5 Oase Dachla Die von Felsenformationen umgebene Oase ad-Dachla liegt auf der Linie   zwischen der Oase Farafra im Nordwesten (ca. 200 km entfernt von Dachla) und der etwas näher liegenden Oase al-Charga im Südosten. /vgl. 6/ Dachla war seit dem Pleistozän (Beginn vor ca. 2,5 Mio. Jahren) nahezu durchgängig besiedelt, davon seit der 5. pharaonischen Dynastie (2504–2347 v.u.Z..) nachweislich von Ägyptern. Gegenwärtig leben in Dachla ca. 70.000 Menschen. /7/
6 Oase Charga Die Oase al-Charga (syn. el-Kharga) liegt ca. 150 km westlich des Niltals ungefähr auf der nördlichen Breite der Nil-Metropole Theben. Mit der Nord-Südlänge von 200 km und einer Fläche von 1500 km² ist al-Charga die größte der fünf bewohnten westägyptischen Oasen. /vgl. 4/  Al-Charga wird verwaltungsmäßig mit der etwa 190 km weiter im Nordwesten befindlichen Senke ad-Dachla als "Doppeloase" (griech.-röm. "Oasis magna") zusammengefäßt.Gegenwärtig hat al-Charga ca. 50.000 Einwohner./vgl. 4/
7 Oase Dunqul syn. Dungul. Geographische Lage: 23,4333° N, 31,617° O. Die Oase 
liegt ca. 150 km westlich vom Nil ungefähr auf der Höhe des jetzt überfluteten ersten Nilkatarakts.
Bei dem Ort Umm Schagir im Gebiet der Oase Dungul  befindet sich ein Quarzit-Vorkommen (vgl. /3/, Landkarte auf S.23).Weitere Angaben zur Oase Dungul konnten noch nicht ausfindig gemacht werden.
 
Vorläufiges Ende